Wie werde ich ein guter Forscher?
Wir haben schon gesehen, dass es oft die (später deswegen berühmten) Physiker waren, die etwas entdeckt haben. Ohm hat sein Gesetz nur herausgefunden, weil er genau gemessen hat. Die (Natur-)Forscher sprechen mit der Natur, stellen ihr Fragen, in Form eines Experiments oder einer Messung. Und die Natur antwortet! So können wir mehr über uns und unsere Umwelt herausfinden. Also:
- Ganz wichtig: genau beobachten!
- alles aufschreiben
- passt es in die Theorie?
- wenn nein: habe ich einen Fehler gemacht?
- oder ist es neue Physik? Die Natur gibt uns eine neue Antwort!!
- können wir eine neue Theorie aufstellen, die die Ergebnisse (Messungen) erklärt und einfach ist? Z.B. das Ohm'sche Gesetz!
- manchmal müssen wir aber auch von den reinen Messwerten einen Schritt zurücktreten, um eine Theorie aufstellen zu können. Der griechische Philosoph (und Physiker) Aristoteles beobachtete Objekte, z.B. rollende Kugeln und stellte fest, dass sie alle zur Ruhe kommen. Später kam der Physiker Newton und er erkannte, dass es der Luftwiderstand oder die Reibung beim Rollen ist, die die Objekte bremst und dass Objekte im Weltraum, ohne Luft und Reibung, z.B. ein geworfener Stein, ewig geradeaus weiterfliegen! Er stellte so eine neue Theorie auf, die wesentlich besser war und alles viel besser erklären konnte.
- es kann aber auch sein, dass neue Messwerte eine alte Theorie umwerfen: etwa wenn man ganz besonders genau misst und die Werte dann nicht zur Theorie (z.B. Ohm'sches Gesetz) passen. Oder wenn man bei ganz exotischen Bedingungen misst, z.B. wenn es ganz kalt ist. So entdeckte Heike Kamerlingh Onnes die Supraleitung, bei der der elektrische Widerstand auf exakt Null abfällt!
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